Nordex S.A. Montevideo, Uruguay

Bereits zuvor hatte Nordex S.A. den NSU Prinz 4 in Lizenz hergestellt und als NSU P4 vertrieben. Das neue Modell P6 kombinierte Motor und Mechanik des NSU-Modells mit einer eigenständigen, von Carlos Sotomayor völlig neu gestalteten Karosserie. Bei deren Gestaltung wurde auf das Corvair-Design verzichtet und eine modernere Steilheckkarosserie gezeichnet, die neben den seitlichen Lufteinlässen für den Heckmotor auch über eine Kühlerattrappe verfügte. Nur die Doppelscheinwerfer und die Heckleuchten weisen auf die Verwandtschaft zum europäischen NSU-Modell hin.

Dieser eigenständige Entwurf war das erste in Uruguay entwickelte Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie.

Es sollen rund 400 Exemplare des P6 hergestellt worden sein.

Auf dem Salón del Automóvil in Uruguay wurde 1970 als Nachfolger das größere und stärkere Nachfolgemodell P10 präsentiert.

Er verfügte über den größeren Motor des NSU Prinz 1000 und über einen um 21 cm verlängerten Radstand. Äußerlich ist dieses Modell in erster Linie am aufgeteilten hinteren Seitenfenster erkennbar.

Bereits im Mai 1969 war ein Prototyp dieses Modells bei NSU präsentiert worden. Dabei sei der Eindruck des Fahrverhaltens „durchaus positiv“ gewesen, die Mängelliste jedoch ziemlich lang, unter anderem ungenügender Komfort, mangelhafte Schweiß- und Lötverbindungen sowie nicht ausreichende Schalldämmung.

Die Produktion des Modells wurde 1971 ohne Nachfolger eingestellt. Für P6 und P10 zusammen gibt Audi eine Produktionszahl von rund 500 Stück an. Im Abgleich mit einer anderen Quelle für die Produktionszahlen des Vorgängers wären damit rund 100 Fahrzeuge des Modells P10 entstanden.

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