Berichte 2004

Retro Classic 2004

Ende Februar 2004 fand zum vierten Mal die Stuttgarter Oldtimer-Messe Retro Classic statt. Diese Messe ist ein Pedant zur Motor Show in Essen und findet jedes Jahr mehr Anklang beim Publikum. Für die Markenclubs bietet der Veranstalter der Retro Classic sehr gute Konditionen und so war auch die Scuderia NSU in diesem Jahr mit einem Stand dabei. 

Die Vorbereitungen zu der Messe zeigte sich, wie effektiv ein kleiner Club bei der Vorbereitung eines solchen Events ist. Dank der guten Planung und Mithilfe jedes  Mitgliedes konnte der Stand innerhalb weniger Stunden aufgebaut werden.

Wir hatten uns entschlossen, die Rennsportverbundenheit unseres Club zum Ausdruck zu bringen. So wurden die Fahrzeuge von Dino Eitel (Youngtimer-Trophy), Andreas  Turco (NSU Bergpokal), Jochen Wenz (Youngtimer-Trophy) und Jochen Schittenhelm (NSU Bergpokal) ausgestellt. Neben den NSU in Originalgröße hatten wir eine Vitrine mit allen NSU-Fahrzeugen aufgebaut, sodass sich nicht nur der rennsportbegeisterte NSU-Fahrer angesprochen fühlte. Aber auch unsere „Boxenluder“ erwiesen sich als Publikumsmagnet.  Unter unseren Gästen befanden sich auch ehemalige NSU-Größen wie Siegfried Spiess, Kurt Brixner und Eberhard Mahle, die begeistert in alten Erinnerungen schwelgten und dem ein oder anderen auch noch wertvolle Tipps geben konnten.

 

 

Die Reaktionen der Messebesucher machte wieder einmal deutlich: die Begeisterung für NSU hält bei vielen Leuten bis heute an. Kaum ein anderes Auto weckt so viel Emotionen wie NSU. War doch NSU zu seiner Zeit nicht nur sehr erfolgreich im Motorsport: neben den TT´s und TTS´s waren die Prinzen 2 – 4 beliebte Familienautos, die zuverlässig ihren Dienst versahen. Den Höhepunkt der NSU-Geschichte bildete aber sicherlich der NSU Ro 80, der im Jahr 1967 mit dem Preis „bestes Auto des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Während des Wochenendes erfreuten sich 35.000 Besucher an mehr als 1200 historischen Fahrzeugen. Auch das Rahmenprogramm der RetroClassic mit zahlreichen Sonderschauen und der Retro-Night mit Mode- und Dessousschauen konnte sich sehen lassen. Bei der Retro-Night wurden die schönsten Oldtimer prämiert. Den ersten Platz sicherte sich eine Alfa Romeo 6c/2500 Cabriolet gefolgt von einem Alvis 4,3l Charnok und einem Porsche 356B Carrera GT.

  

Clubausfahrt 2004

 

Am 14. August war es wieder so weit: Hannes und Evi hatten sich recht kurzfristig bereit erklärt, unsere diesjährige Clubausfahrt zu organisieren. Wir wollten über den Pfälzer Wald in das für die Edelsteinbearbeitung berühmte Idar-Oberstein. Das Wetter der letzten Wochen war ja eigentlich vielversprechend, sodass wir uns Hoffnungen auf schönes Wetter machten. Im Grunde hätten wir das nach dem verregneten Wochenende in Korbach verdient - sprach doch der Wettergott damals zu uns "...lächelt und seit froh, es könnte noch schlimmer kommen...." und wir lächelten und waren froh .... und es kam schlimmer: pünktlich am Samstagmorgen hatte es zu regnen begonnen.

 

Trotzdem hatten sich alle Teilnehmer zum Start bei Eitel´s rechtzeitig eingefunden, sodass die Fahrt pünktlich losgehen konnte. Mit von der Partie waren neben einem Prinz 4, einem Typ 110, einem 1200 C und einigen TT´s diesmal auch ein Fremdfabrikat: Heinz war mit seinem wunderschönen Fiat Abarth 1000 OT dabei und blieb natürlich als einzigstes Fahrzeug mit einem – wenn auch kleinen – technischen Defekt liegen.

Jochen hatte kurzfristig einen Besuch des Museums „Autovision, Tradition und Forum“ in Altllußheim arrangiert, sodass uns unser Weg – zur Verwirrung von Evi – abseits der geplanten Route, in diesen uns noch vollkommen unbekannten Ort führte. Bereits der Anblick des Gebäudes in dem das Museum untergebracht war, ließ uns staunen: ein solches Kleinod mitten in der „Pampa“ – das hatte keiner vermutet.

 

Das im Juli 2002 eröffnete Museum bietet auf drei Etagen und ca. 1.800 qm Technik pur. Der Besitzer und Enthusiast Horst Schulz hat seiner weltweit einzigartigen Sammlung von Wankelfahrzeugen, NSU-Fahrzeugen und diversen visionären Elektro- Hybrid und Wasserstofffahrzeugen eine würdige Unterkunft geschaffen. Besonders begeistert waren wir von der "Science Arena“ in der man spielerisch physikalische, mechanische und automobile Grundlagen erfahren konnten. Für diese Besonderheit wird dieses Museum auch vom Kultusministerium empfohlen. Uns hat das Museum sehr gefallen und wir können einen Besuch nur empfehlen! Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort.

Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es dann durch den Pfälzer Wald und einige wunderschöne Ortschaften, die sagenhafte Totenkopfroute entlang zum Johanniskreuz. Nach einer unsere Sinne stärkenden Rast setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten unser Ziel so gegen 17.00 Uhr. Wir waren in der Jugendherberge von Idar-Oberstein untergebracht. Diese Jugendherberge ist mit allem Komfort ausgestattet und braucht den Vergleich mit einem Hotel nicht zu scheuen. Alle Zimmer waren mit eigener Dusche, WC und natürlich Stockbetten ausgestattet. Zum Abendessen hatte der Herbergsvater einen Grillabend mit Spießbraten, Würstchen und diversen Salaten vorbereitet. Die Temperaturen waren abends auch etwas milder geworden, sodass wir im Innenhof der Herberge ein paar schöne Stunden verbrachten – zum Leidwesen einiger anderer Herbergsgäste. Zu uns gesellte sich auch Uli und Yvonne Nowak mit Filius Tom, der auch ein paar „Geschenke“ mitgebracht hatte.

 

Am nächsten Morgen hatte der Nebel das Örtchen Oberstein voll im Griff. Man konnte keine 100 Meter weit sehen. Gegen 9.30 Uhr hatte die Sonne aber Oberhand gewonnen und es wurde ein schöner Tag.  Die erste Station war die historische Edelsteinschleiferei Weiherschleife. Hier erfuhren wir viel über die Geschichte des Ortes Idar-Oberstein und die lange Tradition der Edelsteinschleiferei in der Gegend in und um die Ortschaften. Im Shop der Weiherschleife konnte sich dann die Damen ein paar Geschmeide käuflich erwerben und so stand einer entspannten Weiterfahrt gegen 12.30 Uhr nichts mehr im Wege.

Evi und Hannes hatten für den Heimweg sehr schöne Sträßchen rausgesucht und die Zahl der Sonntagsfahrer hielt sich glücklicherweise in Grenzen, sodass sich unsere Wege so gegen 17.00 Uhr trennten. Die Ausfahrt hat allen sehr viel Spass gemacht.

DANKE Hannes und Evi für die tolle Organisation – wir freuen uns schon aufs nächste Jahr J.

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