Berichte 2009

Retro Classics 2009
   

Auch in diesem Jahr sind wir dem Ruf des ACI´s gefolgt und haben zusammen mit anderen Clubs

den Stand des Audi-Club-International mit Leben gefüllt. Die Marke NSU wurde zusammen mit dem

Wankel Spider Club vertreten. Für das leibliche und seelische Wohl sorgten Helga und Herbert  Adler

vom Audi 100 Coupe Club. An dieser Stelle möchten wir uns bei den beiden für ihr außerordentliches

Engagement bedanken. Die beiden tragen in ganz besonderem Maße zum Gelingen der Messe für unsere

Clubs bei.

 

Nachdem im letzten Jahr ca. 50.000 Besucher die Retro Classics besucht hatten, vermuten wir für das

Jahr 2009 einen erneuten Besucherrekord. Nicht nur wegen des Wetters strömten an allen

Ausstellungstagen Autobegeisterte auf das Messegelände.

 

Wir hatten in diesem Jahr einen verbesserten NSU TT, einen frisch restaurierten NSU TTS sowie einen

ganz originalen 1000´er im Gepäck.

Der gerade frisch restaurierte NSU TTS präsentierte sich in einem besseren Zustand als er damals vom

Band lief.  Das krasse Gegenteil hierzu bildete der ausgestellte 1000´er. Es handelte es sich um

einen Prinz in absolutem scheckheftgepflegten Originalzustand! Während der lediglich 36.443

gefahrenen Kilometer wurde das Fahrzeug lediglich von Hand gewaschen und wurde niemals

poliert. Die Innenausstattung ist als neuwertig zu bezeichnen. Das Fahrzeug wurde 2008 aus erster

Hand erworben. Erstzulassung war der 01.08.1972 und wurde 30 Jahre vom Erstbesitzer gefahren.

Als dieser dann verstorben ist, wurde der Prinz von den Söhnen genutzt um die Mutter zu

Arztbesuchen und zum Einkaufen zu fahren. Als dann auch die Mutter verstarb, wurde das Fahrzeug

im Andenken an die Eltern nur noch sporadisch gefahren. Angemeldet war das Fahrzeug immer.

 

Als kleines Schmankerl hatten wir zu dem 1000´er die ketzerische Frage gestellt: Restaurieren oder

Konservieren?

 

Die Resonanz war - trotz der eher bescheidenen Aufmachung - unglaublich groß: mit etwas mehr

Werbung am Stand und in den Gängen wäre sicher noch mehr erreichbar gewesen. Es gab viele nette

Gespräche und der Tenor war immer der gleiche: „tolles Auto“, „genauso habe ich das Auto meines

Onkels etc. in Erinnerung“, „ich kann diese extrem überrestaurierten Autos wie in Halle 1 nicht mehr

sehen“, bis zur Feststellung, „das sei eines der besten Autos der Messe!“ Solch ein Ergebnis war vor

einigen Jahren sicher nicht möglich.

Drei Antwortkategorien hatten wir zur Auswahl gestellt.

41,5% der Befragten antworteten auf die Frage mit der Option, dass „das ausgestellte Fahrzeug in

seinem jetzigen Zustand belassen werden sollte. Es sollte weder poliert noch sonst wie bearbeitet werden.“

57,2% waren der Ansicht, dass „das Fahrzeug mit wenigen Arbeiten in einem fahrbereiten

Originalzustand erhalten werden soll.“ Die Frage, was gemacht werden soll, wurde von den meisten

mit „Politur des Lackes, ausbessern der kleinen Roststellen und die Technik im fahrbereiten

Zustand erhalten“ beantwortet.

Lediglich 1,3% der Befragten war der Meinung, dass „ohne Rücksicht auf die Geschichte das

Fahrzeug komplett restauriert werden muss. Eine neue Lackierung ist das Mindeste.“

 

Was der derzeitige Besitzer nun daraus macht, bleibt ihm überlassen.

 

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